BMW M4 prallt nach Kontrollverlust heftig gegen Baum: Lenker (19) verliert Führerausweis

(Kölliken AG). Auf der Ghürstrasse in Kölliken verlor ein Automobilist die Herrschaft über sein Fahrzeug und prallte heftig gegen einen Baum.

Dabei wurde der Lenker leicht verletzt. Am Fahrzeug entstand grosser Sachschaden. Dem Lenker wurde der Führerausweis vorläufig abgenommen.

Polizei.news | Kanton Aargau | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ereignis: Selbstunfall mit heftigem Aufprall gegen einen Baum.
  • Ort: Kölliken, Kanton Aargau.
  • Unfallstelle: Ghürststrasse, vom Rastplatz her in allgemeine Richtung Verzweigungen.
  • Datum: Sonntag, 8. November 2026.
  • Uhrzeit: Kurz nach 12 Uhr.
  • Lenker: 19-jähriger Automobilist.
  • Fahrzeug: BMW M4.
  • Unfallhergang: Nach einer Beschleunigung brach mutmasslich das Fahrzeugheck aus.
  • Folgen: Kontrollverlust, Abkommen von der Fahrbahn und Kollision mit einem Baum.
  • Verletzungen: Lenker leicht verletzt.
  • Sachschaden: Grosser Schaden am BMW.
  • Polizeiliche Massnahmen: Fahrzeug sichergestellt und Führerausweis vorläufig abgenommen.
  • Ermittlungen: Kantonspolizei Aargau klärt die Unfallursache ab.

Der Selbstunfall ereignete sich am Sonntag, 8. November 2026, kurz nach 12 Uhr, in Kölliken. Ein 19-jähriger Automobilist fuhr auf der Ghürststrasse vom Rastplatz her in allgemeine Richtung Verzweigungen. Auf der geraden Strecke beschleunigte er seinen BMW M4. Dabei brach mutmasslich das Heck des Fahrzeugs aus. Der Lenker verlor die Herrschaft über sein Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab und prallte heftig gegen einen Baum.




Der Lenker wurde dabei leicht verletzt. Am Fahrzeug entstand grosser Sachschaden.

Aus welchem Grund es zum Unfall kam, ist derzeit noch unklar. Die Kantonspolizei Aargau hat die Ermittlungen aufgenommen. Das Fahrzeug wurde polizeilich sichergestellt. Dem Automobilisten wurde der Führerausweis vorläufig abgenommen.

 

Quelle: Kantonspolizei Aargau
Bildquelle: Kantonspolizei Aargau


Polizei.news | Fahrdynamik und Verkehrssicherheit

Leistungsstarke Autos sicher beherrschen: Beschleunigung, Reifenhaftung und Fahrpraxis

Moderne Sportwagen bieten eine beeindruckende Motorleistung und hohe Beschleunigungswerte. Diese Eigenschaften verlangen von Fahrzeuglenkenden ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Grenzen der Fahrphysik. Besonders bei leistungsstarken Fahrzeugen können abrupte Eingaben am Gaspedal oder eingeschränkte Haftungsverhältnisse anspruchsvolle Fahrsituationen auslösen. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) betont, wie wichtig eine angepasste Geschwindigkeit, der einwandfreie technische Zustand des Fahrzeugs und vorausschauendes Fahren für die Sicherheit sind.

1. Warum ein Fahrzeugheck beim Beschleunigen ausbrechen kann

Bei einem leistungsstarken Auto können bereits kräftige Beschleunigungsvorgänge hohe Antriebskräfte auf die Räder übertragen. Entscheidend ist dabei, wie viel Haftung die Reifen auf der Fahrbahn aufbauen können. Wird die verfügbare Haftung überschritten, können die angetriebenen Räder durchdrehen. Bei heckgetriebenen Fahrzeugen kann dies unter bestimmten Bedingungen dazu führen, dass die Hinterachse seitlich ausbricht. Dieses Fahrverhalten wird als Übersteuern bezeichnet. Ob und wie stark ein Auto dazu neigt, hängt unter anderem von Fahrbahnzustand, Bereifung, Fahrzeugtechnik und der jeweiligen Fahrsituation ab.

2. Auch auf geraden Strassen ist ein Kontrollverlust möglich

Ein Kontrollverlust ist nicht ausschliesslich in Kurven möglich. Auch auf einer geraden Strecke können starke Beschleunigung, ungleichmässige Haftung oder plötzliche Lenkbewegungen die Fahrstabilität beeinträchtigen. Unterschiedliche Fahrbahnbeläge, Schmutz, Feuchtigkeit oder Unebenheiten können dazu beitragen, dass die Reifen links und rechts nicht dieselbe Haftung aufbauen. Deshalb darf eine gerade und übersichtliche Strecke nicht automatisch als ungefährlich betrachtet werden. Die Geschwindigkeit und die Bedienung des Fahrzeugs müssen stets den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen.

3. Elektronische Stabilitätskontrolle: Wichtige Hilfe mit Grenzen

Moderne Personenwagen verfügen in der Regel über eine elektronische Stabilitätskontrolle, häufig als ESP oder ESC bezeichnet. Das System erkennt bestimmte Abweichungen zwischen der gewünschten und der tatsächlichen Fahrtrichtung. Durch gezielte Bremseingriffe an einzelnen Rädern und eine mögliche Reduktion der Motorleistung kann es helfen, das Fahrzeug zu stabilisieren. Diese Technik verbessert die aktive Sicherheit, kann jedoch die physikalischen Grenzen nicht aufheben. Wenn die Haftung der Reifen nicht ausreicht, kann auch ein elektronisches Stabilitätssystem einen Unfall nicht in jeder Situation verhindern. Sicherheitsfunktionen sollten im öffentlichen Strassenverkehr grundsätzlich aktiviert bleiben.

4. Reifen entscheiden über die Kraftübertragung

Reifen übertragen sämtliche Kräfte beim Beschleunigen, Bremsen und Lenken auf die Strasse. Ihre Qualität, ihr Zustand und der richtige Luftdruck sind deshalb besonders wichtig. Abgenutzte Reifen oder ein ungeeigneter Luftdruck können die Fahreigenschaften beeinträchtigen. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe für Personenwagen beträgt in der Schweiz 1,6 Millimeter. Die BFU empfiehlt aus Sicherheitsgründen mehr Profilreserve: Bei Sommerreifen mindestens drei Millimeter und bei Winterreifen mindestens vier Millimeter. Insbesondere bei Nässe und tiefen Temperaturen sollte der Zustand der Bereifung regelmässig überprüft werden.

5. Die Höchstgeschwindigkeit ist keine Sicherheitsgarantie

Nach dem Schweizer Strassenverkehrsgesetz muss die Geschwindigkeit stets den Umständen angepasst werden. Dazu zählen insbesondere die Strassen-, Verkehrs-, Sicht- und Witterungsverhältnisse sowie die Eigenschaften des Fahrzeugs. Die signalisierte Höchstgeschwindigkeit darf nur gefahren werden, wenn die Bedingungen dies zulassen. Auch unterhalb der erlaubten Höchstgeschwindigkeit kann eine Fahrweise unangepasst sein, beispielsweise bei schlechter Reifenhaftung oder unübersichtlichen Situationen. Kräftiges Beschleunigen darf die sichere Kontrolle über das Fahrzeug nicht gefährden.

6. Fahrtraining: Fahrzeugreaktionen unter sicheren Bedingungen kennenlernen

Wer ein leistungsstarkes Auto fährt, kann von einem professionellen Fahrsicherheitstraining profitieren. Auf speziell dafür vorgesehenen Übungsanlagen lassen sich unter fachkundiger Anleitung das Bremsverhalten, Ausweichmanöver und unterschiedliche Haftungsverhältnisse kennenlernen. Solche Trainings helfen, die Reaktionen eines Fahrzeugs besser einzuschätzen und eigene Grenzen zu erkennen. Fahrdynamische Grenzsituationen gehören nicht auf öffentliche Strassen. Sie sollten ausschliesslich unter kontrollierten Bedingungen und mit geeigneter Betreuung geübt werden.

7. Was ein Führerausweisentzug in der Schweiz bedeuten kann

Bei Verkehrsregelverletzungen können neben einem Strafverfahren auch Administrativmassnahmen des zuständigen Strassenverkehrsamts folgen. Je nach Schwere einer Widerhandlung reichen diese von einer Verwarnung bis zu einem befristeten oder unbefristeten Führerausweisentzug. Eine vorläufige polizeiliche Abnahme des Führerausweises ist dabei nicht gleichbedeutend mit einer abschliessenden strafrechtlichen oder administrativen Beurteilung. Die zuständigen Behörden prüfen den Sachverhalt und die gesetzlichen Voraussetzungen.

8. Besonderheiten beim Führerausweis auf Probe

In der Schweiz erhalten Personen beim erstmaligen Erwerb des Führerausweises der Kategorie B grundsätzlich einen Führerausweis auf Probe. Die Probezeit beträgt drei Jahre. Führt eine Verkehrsregelverletzung während dieser Zeit zu einem Ausweisentzug, wird die Probezeit um ein Jahr verlängert. Bei einer zweiten Widerhandlung, die einen Entzug auslöst, kann der Führerausweis auf Probe annulliert werden. Zusätzlich ist die vorgeschriebene Weiterbildung Bestandteil der Zweiphasenausbildung. Die konkreten Rechtsfolgen richten sich stets nach dem Einzelfall und den einschlägigen Vorschriften.

Gut zu wissen: Die Motorleistung allein bestimmt nicht, wie sicher sich ein Fahrzeug fahren lässt. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Reifenhaftung, Fahrwerk, elektronischen Sicherheitssystemen, Strassenverhältnissen und dem Verhalten der lenkenden Person. Selbst moderne Fahrassistenzsysteme können Fahrfehler nicht in jeder Situation ausgleichen. Deshalb ist eine ausreichende Sicherheitsreserve wichtiger als das Ausnutzen der verfügbaren Fahrzeugleistung.

Praktischer Tipp: Wer erstmals ein besonders leistungsstarkes Auto fährt, sollte sich mit dessen Bedienungsanleitung, Fahrprogrammen und Sicherheitssystemen vertraut machen. Prüfen Sie den Reifenluftdruck und den Zustand der Bereifung. Verzichten Sie auf abrupte Beschleunigungsmanöver und lassen Sie die elektronischen Stabilitätssysteme eingeschaltet. Ein professionelles Fahrsicherheitstraining kann zusätzlich helfen, Fahrzeugreaktionen in geschützter Umgebung kennenzulernen.

Weitere Informationen: Aktuelle Beiträge zu Verkehrssicherheit, Unfallprävention und richtigem Verhalten im Strassenverkehr finden Sie bei Polizeinews Prävention.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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