(Zürich ZH). An der elften Fachtagung zum Bedrohungsmanagement in Zürich haben sich Fachpersonen aus Sicherheit, Justiz, Verwaltung, Pädagogik, Gesundheit und Wissenschaft darüber ausgetauscht, was Warnsignale schwerer Gewalt sind und wie sich diese frühzeitig erkennen lassen.
Dies erfolgte auch im Rahmen des vom Regierungsrat festgesetzten Schwerpunkts zur „Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“, wie die Begrüssung durch Sicherheitsdirektor Mario Fehr unterstrich.
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Das Wichtigste auf einen Blick
Veranstaltung: Elfte Fachtagung zum Bedrohungsmanagement in Zürich.
Thema: Warnsignale schwerer Gewalt und deren frühzeitige Erkennung.
Fachbereiche: Sicherheit, Justiz, Verwaltung, Pädagogik, Gesundheit und Wissenschaft.
Schwerpunkt: Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.
Drohungen ernst nehmen: Was Betroffene festhalten und wohin sie sich wenden können
Wer bedroht wird, muss die Gefährlichkeit der Situation nicht allein beurteilen. Polizeiliches Bedrohungsmanagement verbindet die Einschätzung von Warnsignalen mit Massnahmen, die eine Eskalation verhindern sollen. Im Mittelpunkt steht der Schutz gefährdeter Personen.
1. Unterstützung frühzeitig suchen
Nehmen Sie auch angedeutete Drohungen und ein anhaltendes Gefühl der Unsicherheit ernst. Wenden Sie sich für eine Beratung an die Polizei oder eine Fachstelle. Bei akuter Gefahr wählen Sie sofort die Polizeinotrufnummer 117.
2. Nachrichten und Beobachtungen sichern
Bewahren Sie bedrohliche Nachrichten und Sprachnachrichten auf. Sichern Sie digitale Inhalte mit Screenshots und notieren Sie Datum, Uhrzeit, Wortlaut und beteiligte Personen. Halten Sie eigene Beobachtungen möglichst konkret fest. Bringen Sie sich für die Dokumentation niemals in Gefahr.
3. In einer akuten Situation Abstand schaffen
Bleiben Sie möglichst ruhig und lassen Sie sich nicht provozieren. Halten Sie Abstand und verlassen Sie den gefährlichen Bereich, wenn dies möglich ist. Holen Sie Hilfe. Bei Vorfällen am Arbeitsplatz sollten auch die vorgesetzte Person und die zuständige Sicherheitsstelle informiert werden.
Praktischer Tipp: Legen Sie gesicherte Nachrichten und Ihre Notizen für ein Beratungsgespräch bereit. Schildern Sie, was tatsächlich gesagt oder getan wurde und ob sich Häufigkeit oder Intensität verändert haben. Warten Sie bei unmittelbarer Gefahr nicht erst ab, bis die Unterlagen vollständig sind.